| Am 5. Juni wird auch auf der Osterinselder Umwelttag begangen | ![]() |
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Große Mengen an Müll werden jetzt zur Entsorgung zurück nach Chile verfrachtet. Gepresste Dosen, Plastikflaschen, Computer, Fernseher, Öl und Batterien von den 1500 Fahrzeugen werden dank eines Abkommens mit zwei Firmen mit dem Schiff zum Festland gebracht. Fotos: Josef Schmid |
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Die Abfallbeseitigung ist, wie anderswo auch, eines der aktuellen und dringend zu lösenden Probleme auf der Osterinsel. Die Mülltonnen sind mit 360 Litern Fassungsvermögen zu klein für das Müllvolumen und laufen oft über. Streunende Hunde werfen sie um und der Wind verteilt den Müll auf der Strasse. Der Müll wird allerdings täglich, meist nachts, abgeholt. Das Volumen betrug 2005 1340 Tonnen. Hinzu kamen 1400 Tonnen Bioabfälle, wie Gartenreste, Äste und Zweige sowie 175 Tonnen Metallabfälle, 35 Autos und 145 Maschinen, die getrennt gelagert werden. Elektronische Geräte nimmt die Gemeinde an. Der Müll wird teilweise sortiert nach dem Plan "Plan simple", wobei Plastikflaschen geschreddert werden. Es ist die Anschaffung einer Häckselmaschine für die Zerkleinerung des Bioabfalls geplant, Batterien werden gesammelt, seit 2005 auch Autobatterien (Programm internationaler Hilfsfond Germany & Australia). |
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Der Müll wird in einer Deponie, teilweise gepresst, gelagert. Er darf nicht zum Festland zurückgeführt werden, weil auf der Insel Mücken, die Dengue übertragen könnten, eingeschleppt wurden. Im Müll befinden sich nach einer neueren Studie 70 Prozemt der Larven. Die Deponie ist nicht abgedichtet und abgesichert, sie befindet sich rund zwei Kilometer vom Dorfzentrum und ein Kilometer von der Wasserversorgung (Grundwasser) entfernt. Die Einheimischen sehen teilweise schon ein Abfall-Problem. So gibt es eine Jugendgruppe die Müll an der Küste sammelt. Die Touristen tragen oft zu dem Müllproblem bei. Alles wird verpackt vom Kontinent importiert und in Aluschalen oder Plastikbehälter verkauft. An den Sehenswürdigkeiten landen diese Verpackungen in großen Mengen bestenfalls in den aufgestellten Behältern. |
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Aufholbedarf gibt es auf der Osterinsel auch bei der Aufbewahrung und Entsorgung von gesundheitsschädlichen Substanzen. Die Ölfässer (links im Bild) standen noch 2007 auf der Wiese in einer Ecke der Energiezentrale. |
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Eine große Kläranlage gibt es nicht. jedes Haus hat eine simple Auffanggrube. Das Museum, die Schule und andere Institutionen haben Klärschächte. Es gibt eine Studie und einen Kataster für mögliche Kleinkläranlagen (für jeweils 5 bis 6 Häuser). Registriert sind derzeit rund 850 Wohnhäuser, hinzu kommen ein paar Dutzend „wilde“ Bauten.
Josef Schmid |