23.3.10

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Osterinsel ist überall

Modellbahn Wiehe mit neuer Attraktion

Hans-Jörg Stiegler holt Stück für Stück die Welt nach Wiehe. Jetzt wird das "Geheimnis der Osterinsel" gelüftet.
Foto: J. Schulz

Wer dem "Geheimnis der Osterinsel" auf die Spur kommen möchte, der hat ab sofort die Gelegenheit dazu. Denn nach der Terrakotta-Armee im vergangenen Jahr präsentiert die Modellbahn Wiehe nun die nächste Attraktion.
Insgesamt 15 der gigantischen Felsstatuen von der Osterinsel im Pazifik, die den Forschern seit Generationen Rätsel aufgeben, hat Modellbahngründer Hans-Jörg Stiegler nachbauen lassen und zeigt sie nun in einer neuen Abteilung der Dauerausstellung. Neben den gut zwei Meter großen Styrodur-Giganten findet sich auch eine Nachbildung des berühmten "Nabels der Welt" in der Ausstellung. Zu sehen sein werden außerdem Bilder des bekannten Reisefotografen Michael Scholten.
Quelle: Thueringer-allgemeine.de vom 23.3.2010

2.3.10

Chronik einer Beinahekatastrophe für die Osterinsel

Fremdenführer Josef Schmid und Peter Naef berichten direkt von der Osterinsel
Zur Situation auf der Osterinsel nach der Erdbebenkatastrophe in Chile

Dienstag 2.3.10 23 Uhr
Ein Frachtschiff ist unterwegs auf die Insel und sollte am Sonntag ankommen. Es führt Baumaterialien, Getränke, Gas und Lebensmittel mit sich.
Ich war heute einkaufen und es hat noch immer genug gegeben. Auf dem Mittagsflug von Santiago kamen einige Touristen.
Flüge LAN Chile up to date: http://www.lan.com/about_us/noticias/index_contingencia-de-de.html

Montag saßen rund 700 Touristen auf der Insel fest. Am Abend sind ein Viertel der Leute mit einer leer angekommmenen Maschine zum Festland geflogen.
In Chile herrscht „das Chaos“. Sieben Stunden nachdem die Flutwellen mehrere Doerfer komplett wegspülten, erzählte das chilenische TV immer noch, dass „wegen der geografischen Lage“ ein „Tsunami nicht möglich“ ist. Zwei Stunden nach dem Erdbeben sind auf dem Juan-Fernandez-Archipel mehrere Häuser samt Bewohner ins Meer gespühlt worden. Es gab keine Warnung. Dank des Kapitäns einer zufällig ankernden Segelyacht überlebten mehrere Menschen, die sich aus den schwimmenden Häusern retten konnten.

Am Sonnabend, um etwa 6.30 Uhr Lokalzeit wurde die Küste von Rapanui evakuiert. Abgesehen von einigen Beschädigungen in Tongariki und der Südküste ist glücklicherweise nichts passiert. Anakena hat den erhöhten Wellengang gut überstanden.

Montag, 1.2.10
Heute Abend kommt der erste Flieger von Santiago und und bringt die Touristen retour. Der Airport ist OK, was Piste und Tower betrifft, die Inneneinrichtung und eine Treppe (Passarelle) ist zerstört. Es wird einige Tage dauern, bis der normale Flugverkehr startet, und dann kommen auch wieder frische Lebensmittel nach Rapanui.
Die Metro funktioniert heute, auch die Supermärkte in Santiago sind teilweise geöffnet. Die Büros im Zentrum sind noch geschlossen, weil die Büroeinrichtungen, beispielsweise die der Schweizerbotschaft, demoliert sind.
Ich denke bis Dienstag wird alles Frischfleisch, Früchte, Gemüse und Salate verkauft sein auf der Osterinsel. Auch die Hotels werden alles aufkaufen, Getränke. Vielleicht kommt es zu einem Engpass auf Rapanui, doch ich glaube, es wird nicht allzu schlimm sein. Santiago funktioniert ja mehr oder weniger, das Problem werden die Transportwege sein, die es braucht um die Produkte vom Süden zu transportieren.
Selbstversorgung auf Rapanui:
Heute ist es halt einfacher geworden, tiefgefrorene Lebensmittel per Cargo kommen zu lassen, als selber anpflanzen. Betreffend Selbstversorgung kann sich die Insel noch stark verbessern.
Ich denke der Tourismus wird retour gehen und somit gehen hier Arbeitsplätze verloren. Obwohl die Insel ja selber keine Erdbebenschäden hat. Doch ich könnte mir vorstellen, dass viele zukünftige Gäste die Chile besuchen möchten, nun abwarten, und somit natürlich auch Rapanui nicht besuchen.

Montag, 1.3. 8.00 Uhr

In Chile ist es furchtbar, unvorstellbar die Zerstörungen. Ganze Dörfer sind von zehn Meter hohen Wellen weggespühlt worden. Lage total unübersichtlich, zur Zeit ausser Kontrolle. Militär muss einschreiten.
Von und zur Osterinsel vorläufig keine Flüge. Lebensmittel gehen zur Neige. Mehrere hundert Touristen können nicht wegfliegen. Wie es weitergeht weiss noch niemand. Auf der Osterinsel ist die Lage aber (noch) ruhig.

Sonntag, 28.2.2010 3.19 Uhr

Eben gab es Entwarnung für den ganzen Pazifik ausser Japan und Russland. Am Strand Anakena schwappte das Wasser bis zu den Moai. Diesmal war die Nordküste betroffen, da sich der Tsunami nördlich an der Insel vorbei bewegte. In Chile ist es schlimm, viel zerstört und mehrere hundert Tote. Auf dem Juan-Fernandez-Archipel gibt es 6 Tote und 11 Vermisste.



Eilmeldung: Sonnabend, 27.2.10 15 Uhr

Santiago (Reuters) - Wegen eines drohenden Tsunamis werden die Küsten der zu Chile gehörende Osterinsel evakuiert. Eine Flutwelle könne die Insel im Pazifik binnen einer Stunde treffen, sagte Chiles Präsidentin Michelle Bachelet am Samstag. Ein schweres Erdbeben hatte in der Nacht das südamerikanische Land erschüttert, Dutzende Menschen starben.

Wir sind alle bei der Kirche wegen Tsunamiwarnung. Schweres Erdbeben in Chile. Wir sind sicher, schreibt eben Josef Schmid.

Weitere Meldungen von der Osterinsel, Sonnabend 27.2.2010

17.12 Uhr:

Die Leute an der Küste mussten an höher gelegene Orte gehen. Alle warteten bei der Kirche. Jetzt ist alles vorbei. Meine Gruppe musste das Hotel verlassen. Aber die "Hügel" sind genügend hoch. Keine Angst, wir sind sicher hier, die Welle war nicht sehr hoch und schon vorbei. Es können aber stündlich weitere kleinere Wellen ankommen.
Wir sind wieder zu Hause.
Bis sich hier eine Welle aufbaut dauert es 4-5 Stunden nach dem Erdbeben in Chile (4000 km). Der Tsunami hat eine Geschwindigkeit von ca. 500 km/Std.
"Meine" Grossfamilie war die erste bei der Kirche mit Wolldecken, Thermosflasche und Radio. Wir sind mit dem Lastwagen des Nachbars "geflüchtet“. Erst zwei Stunden später heulten die Sirenen und der Pfarrer läutete die Glocken. Telefonieren ist schwierig, Leitungen in Chile sind kaputt oder überlastet.
Der internationale Flughafen bleibt voraussichtlich eine Woche geschlossen.

17.53 Uhr:

Die Presse uebertreibt nicht.
http://www.prh.noaa.gov/ptwc/
http://www.prh.noaa.gov/ptwc/messages/hawaii/2010/hawaii.2010.02.27.154811.txt
http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php

Warum sollen wir auf den Terevaka fahren? Eine 500 Meter hohe Welle ist unwahrscheinlich. Im schlimmsten Fall kann der Fussballplatz bis zur Post unter Wasser geraten. Das Dorf steht im „Tsunami-Schatten“. Die Südküste ist teilweise überschwemmt worden. Die Tsunamis sind unberechenbar, Sicherheit geht vor. 8,8 Grad ist ein schweres Erdbeben !
Das Dorf bei der Robinsoninsel ist von einer hohen Welle überschwemmt worden. Marineschiffe sind unterwegs.
Flughafen in Santiago bleibt eine Woche geschlossen! 122 Tote in Chile bis jetzt. In Hawaii ist immer noch Höchstalarm.

18.23 Uhr:

Viele Touristen erreichen ihre Angehörigen nicht in Europa wegen überlasteten Leitungen. Es ist aber niemand in Gefahr!!! Die meisten Hotels sind in höherer ungefährlicher Lage. Exkursionen koennen wieder ohne Gefahr durchgeführt werden. Mehrere Yachten, (darunter 2 Schweizer Boote) sind rechtzeitig aufs offene Meer gefahren. Es kam auf der Osterinsel niemand zu Schaden.
Die chilenischen Bürger auf der Insel hängen ununterbrochen am Handy um Neuigkeiten über ihre Angehörigen auf dem Kontinent zu erfahren.

5.1.10

Palmenstämme als Wasserlieferanten?

Die ZDF Sendung am 3. Januar 2010, 19.30 Uhr, hat viele Fragen zur Folge

Diejenigen, die die Osterinsel etwas näher kennen, hatten nach der Sendung mit den beiden Wissenschaftlern Hans-Rudolf Bork und Andreas Mieth vom Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel einige Fragen. Zudem kam manchem Zuschauer der Verdacht auf, dass hier Thesen konstruiert wurden, um die Notwendigkeit für einen weiteren Film, der auch noch spektakuläre Ergebnisse vermitteln sollte, zu begründen.

Fragen:
Wieso wird die Verwendung von Geröllsteinen zum Schutz der Pflanzen der Bedeutung der Schaffung der weltweit einmaligen Moais gleichgestellt?

Wo kamen die über die ganze Insel verbreiteten Steine her?

Die These zur Wassergewinnung aus Palmenstämmen scheint sehr kurios.

Andererseits hat die Insel vermutlich auch in der Vergangenheit nie an Trinkwassermangel gelitten. Der poröse Lavatuff speichert bis zu einem Drittel seines Volumens das Regenwasser, welches bei Ebbe dem Meerwasser hinterher läuft und am Ufer der Insel austritt. Deshalb befanden sich einst auch die Siedlungen an der Küste.

Josef Schmid hat nachgerechnet:
"Die Insel ist mit Millionen Kubikmeter Regenwasser (164 km2 x 1,2 bis 2 Meter Niederschlag pro Jahr) gefüllt, das alle 6 Stunden bei Ebbe an der Küste gewinnbar ist. Noch heute verbrauchen die Menschen nur etwa 5% der gesamten Trinkwassermenge, trotz undichter Leitungen, Autowaschen,
verschwenderischen Waschmaschinen, täglich mehrmaligem Duschen und Gartensprenklern. Und das mit 3000 Autos, 7000 Einwohnern und 100'000 Touristen."

Stellungnahme von Hans-Rudolf Bork und Andreas Mieth

1. Die Technik der Steingärten besteht ja aus viel mehr als nur den manavai. Fast die Hälfte der Inseln wurde von Menschen Hand mit Steinen bedeckt (das ist die Technik der Steinmulchung), die jeweils aus nahe gelegenen Ministeinbrüchen entnommen wurden, deren Gestein natürlich vulkanischer Aktivität entstammt. Aber es ist eindeutig und unter Fachkollegen auch unumstritten, dass die Verteilung der Steine auf der Oberfläche nicht durch natürliche Prozesse, sondern durch Menschen erfolgte. Unsere Hochrechnungen ergaben, dass über eine Milliarde Steine in einem Zeitraum von 300 bis 400 Jahren von Menschen aus den Steinbrüchen herausgelöst / -gebrochen und auf der Oberfläche verteilt wurden. Die meisten Steine wurden dann bei den Pflanzvorgängen immer wieder bewegt, zur Seite genommen und wieder neu an die Pflanzen gelegt. Rechnet man Volumen, Gewichte und Wegstrecken der so transportierten Steine hoch, kommt man tatsächlich auf sehr viel höhere Werte als für den Arbeitsaufwand, der mit den Moai verbunden war. Die Dimension der Steinmulchung auf der Osterinsel ist nach allem, was wir wissen, erdweit einmalig.

2. Die Palmenrodung ist bewiesen, die Gewinnung von Palmsaft/Trinkflüssigkeit aus den abgeschlagenen Stämmen bislang nur eine spannende These. Allerdings denke ich, dass die These eine plausible ist. Heute wird das Trinkwasser aus Tiefbohrungen gewonnen. Das ist überhaupt nicht vergleichbar mit der damaligen Situation. Heute geht wohl kaum noch ein Einwohner an die Küste, um das nur lokal und auch nicht dauerhaft reichlich, sondern oft nur spärlich austretende Quellwasser im Gezeitenbereich aufzufangen. Die Qualität dieses Wassers im salzbeeinflussten Küstenbereich dürfte oft auch nicht besonders gut sein. Regenwasser versickert im porösen vulkanischen Gestein schnell und der Abfluss hängt sehr vom aktuellen Niederschlagsgeschehen ab. Ich gehe daher davon aus, dass die Versorgung aus den Seen eine wichtige Rolle spielte, auch wenn das Wasser eben nicht sehr gute Trinkwasserqualität hatte. Gerade von der Poike-Halbinsel, wo die großflächige Rodung vermutlich begann, waren die Wege zu den Seen extrem weit und der Abstieg am Kliff gefährlich und aufwendig. Und die Besiedlung um den Rano Kau dürfte gerade als ein Beispiel dafür gelten, dass "nicht autorisierte" Clans hier vielleicht einen nur eingeschränkten oder keinen Zugang hatten. Bitte sehen Sie die Flüssigkeitsversorgung aus den Palmen zunächst als eine These, von der wir hoffen, vielleicht eines Tages Belege dafür zu finden...
Andreas Mieth

25.12.09

Osterinsel im ZDF

Kieler Osterinsel-Forschung in der ZDF-Reihe "Terra X / Schliemannserben"
"Heiße Spur auf Rapa Nui"


Erstausstrahlung am 3. Januar 2010 (Sonntag) um 19.30 Uhr im ZDF

In der neuen Staffel von „Terra X / Schliemanns Erben“", die zu Beginn des neuen Jahres startet, führt am 3. Januar die archäologische Spur von Kiel zur abgeschiedenen Osterinsel, die von ihren Einwohnern Rapa Nui genannt wird und weltweit bekannt ist durch ihre riesigen Steinstatuen.
Hans-Rudolf Bork und Andreas Mieth vom Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel waren maßgeblich am Entstehen des Films beteiligt. Ihre Forschungsergebnisse liefern spannende Antworten auf seit langem gestellte Fragen: Wann und warum verschwand der von gigantischen Palmen dominierte Wald, der einst die Insel bedeckte? Warum finden sich fast überall auf der Insel Spuren großer Brände? Worin besteht das Geheimnis der Steindecke? Steuerte die Insel wirklich auf einen „Öko-Kollaps“ zu? Diese und andere Fragen thematisiert der Film vor der atemberaubenden Kulisse einer einzigartigen Megalith-Kultur in einer Insellandschaft der Extreme.
Quelle: Info von Andreas Mieth

Erstsendung am 3. Januar 2010 um 19.30 Uhr im ZDF
Wiederholungen z.B.
am 4. Januar 2010 um 03.35 Uhr im ZDF
am 4. Januar 2010 um 15.15 Uhr im ZDFneo
am 9. Januar 2010 um 19.30 Uhr im ZDFneo

  Generationen von Wissenschaftlern gibt die Vergangenheit der Osterinsel Rätsel auf. Einst war die Insel ein Palmenparadies - ein Dschungel, eine Oase in den Weiten des Südpazifiks. Plötzlich passiert etwas Rätselhaftes: 16 Millionen Palmen verschwinden und die riesengroßen Statuen werden umgestürzt. Der amerikanische Wissenschaftler Terry Hunt ist überzeugt, dass Ratten den dichten Palmenwald vernichtet haben. Zwei deutsche Öko-Archäologen stoßen auf eine neue, heiße Spur, die alle bisherigen Annahmen widerlegt. Zusammen mit der einheimischen Archäologin Sonia Haoa finden die deutschen Forscher Hinweise, dass die Bewohner von Rapa Nui ihre lebenswichtigen Bäume selbst gefällt haben. Allerdings begann nach dem Palmensterben eine neue, erfolgreiche Ära. Die Öko-Archäologen entdecken Spuren, die zu den Inka führen. Gab es auf Rapa-Nui eine zweite Einwanderungswelle? Die zweite Folge von "Schliemanns Erben" - ein Wissenschaftskrimi vor der magischen Kulisse der Moai-Kultur.
Quelle: ZDF


26.11.09

Grassi-Museum Leipzig öffnet wieder Ozeanienausstellung

OZEANIEN - Von Australien bis zur Osterinsel

Pünktlich zu seinem 140-jährigen Bestehen komplettiert das GRASSI Museum für Völkerkunde seinen Rundgang durch alle Teile der Erde. Der letzte Teilbereich der neuen Dauerausstellung „OZEANIEN - Von Australien bis zur Osterinsel“ ist ab 27.11.2009 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Nach 30 Jahren werden erstmals wieder Gegenstände aus Ozeanien in Leipzig in einer ständigen Ausstellung präsentiert: z.B. ein Ensemble Grabpfähle der Tiwi mit einem lebensecht gestalteten Tänzer, prachtvolle Flecht- und Webmatten, Schmuck aus Muschelscheibchen, geschnitzte Holz- und Schildpattschalen sowie Skulpturen aus Polynesien und Melanesien, die den Besucher in eine andere Welt versetzen.
Rund 30.000 Gegenstände von den Bewohnern Australiens und Ozeaniens werden im Museum bewahrt. Ein Teil davon wird nun ausgestellt. An Hand von exotischen und kostbaren Exponaten werden dem Besucher die vielfältigen Lebenswelten Australiens und Ozeaniens näher gebracht: die Aborigines-Völker Australiens, die Kulturen Neuguineas, die Inselwelten von Mikronesien, Melanesien und Polynesien. Durch ein traditionelles Haus aus Tuvalu erhält der Besucher einen unmittelbaren Eindruck in das Leben auf einer Riffinsel. Der Baumeister der Insel, der tufunga fai fale Simeona Saipele, und drei seiner Helfer haben eigens für das Museum in den Ausstellungsräumen ein Schlafhaus errichtet. Wie schon in den anderen regionalen Abteilungen des Museums wird nun auch aus dem Pazifik wieder ein originales Haus zu sehen sein. Tuvalu gehört zu den von der globalen Erwärmung und dem ansteigenden Meeresspiegel am stärksten betroffenen Ländern der Erde.
 Die größte Zahl der Exponate wurde in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gesammelt. Durch Einzel-Erwerbungen von Privatpersonen, aber auch ganzen Sammlungen, wurde die Sammlung Gustav Klemms, die den Grundstock des Museums bildet, erweitert. Die bedeutendste Erweiterung war 1885 der Ankauf der Australien/Ozeaniensammlungen des Museum Godeffroy in Hamburg.
Mit der Eröffnung von „OZEANIEN“, dem letzten Teil der Dauerausstellung „Rundgänge in einer Welt“ ist die Reise um die Welt auf 4.200 qm nun komplett Sie führt erstmals seit 100 Jahren wieder durch alle Teile der Erde. Die neue Ausstellung ist so konzipiert, dass sie Kunstkenner genauso anspricht, wie Besucher, die sich für die Vielfalt der Kulturen anderer Völker interessieren. 
Kopien einer Osterinselstatue sowie einer Schrifttafel sind ebenso zu sehen, wie Original-Kultpaddel und geschnitzte originale Figuren.
Quelle: Grassimuseum

2.11.09

Ozeanien zurück im Leipziger Grassi-Museum

Ozeanien und damit die Osterinsel kehren zurück ins Leipziger Grassi- Museum
Am 26. November wird dort die Schau "Ozeanien - Von Australien bis zur Osterinsel" als letzter Teil der neuen Dauerausstellung eröffnet. Damit würden erstmals seit drei Jahrzehnten wieder Gegenstände aus dieser Region in einer ständigen Ausstellung in Leipzig präsentiert, teilte das Museum für Völkerkunde am Montag mit. Zur Grassi-Sammlung zählen 30 000 Gegenstände von den Bewohnern Australiens und Ozeaniens. Der überwiegende Teil der Exponate - darunter Skulpturen, Alltagsgeräte und Masken - wurden vor dem Ersten Weltkrieg gesammelt.
Quelle: Bild.de, 2.11.2009

26.10.09

Überwältigende Mehrheit der Osterinsulaner für Einwanderungskontrolle

Bei der Abstimmung über eine Verfassungsänderung am Sonnabend, den 24. Oktober 2009 hat  eine überwältigende Mehrheit der Einwohner dieser zugestimmt.

Wahlberechtigte Einwohner: 1300
Teilnahme an der Wahl:           700
Wahlbeteiligung:                      53,9 %

Mit JA stimmten 678 Bürger      = 96,3 %
Mit Nein stimmten 26 Bürger    =  3,7 %
Damit wird zukünftig eine strengere Kontrolle der Einwanderung erfolgen und die Inselregierung kann über neue Residenten entscheiden.

25.10.09

Mehr Selbstbestimmung für Osterinselbewohner

Heute, am 24. Oktober, findet die erste Befragung der Osterinsulaner statt. Die chilenische Regierung muss zukünftig entsprechend eines am 15.September in Kraft getretenen internationalen Abkommens die ethnischen Gruppen erst befragen bevor Entscheidungen getroffen werden können. Momentan geht es um die Eindämmung der Zuwanderung. Die Regelung haben die Einwohner selbst durch die vor einigen Wochen stattgefundene Besetzung des Flugplatzes erstritten.
Bewilligungen für neue Residenten werden schon jetzt von der Inselregierung und nicht mehr vom chilenischen Innenministerium erteilt.
Bei der „Befragung“ geht es in erster Linie um die Einwanderung. Weiterhin soll die Besucherzahl beschränkt werden, möglicherweise auf 50.000 pro Jahr.
Auch soll eine Parkpolizei eingeführt werden damit zukünftig der Vandalismus effektiver geahndet werden kann. Dabei spielen das erste Mal auch die Schäden, die durch Pferde entstehen, eine Rolle.

18.10.09

Menschen gefährden die Kunstschätze der Osterinsel

Wie die folgenden Bilder zeigen, sind die unwiderbringlichen Kunstschätze der Osterinsel zum großen Teil durch die Menschen gefährdet. Wo auf den Ahu-Plattformen herumspaziert und fürs Foto posiert wird, wo Statuenteile als Souvenir abgeschlagen oder die Moais bekritzelt werden, kann von einer Achtung der Arbeit der Vorfahren nicht gerade gesprochen werden.




 
Quelle: IAB Chile www.megagalerias-terra.cl