Te  Pito O Te Henua - der Nabel der Welt

Te pito o te henua - „Nabel der Welt“: Das ist ein Name, den die Insulaner einst ihrer Insel gegeben haben. Da die Insel für einen „Nabel“ doch ein bisschen groß ist, hat man einen runden großen Kieselstein als „Nabel der Welt“ identifiziert. Er befindet sich am Ufer der Nordküste an der Bucht Hanga o Honu.

 

 

Einige Insulaner behaupten, der Nabel wäre vor langer Zeit vom Ahu a Kapu an der Westküste hier gebracht worden. Nach einer Legende soll der erste Inselkönig Hotu Matua den Stein zur Osterinsel mitgebracht haben.
Geologen haben den Stein untersucht und sehen ihn als Naturprodukt vulkanischer Aktivitäten auf der Osterinsel an. Das Kleinod wiegt annähernd eine Tonne und misst zwischen 80 und 100 Zentimeter im Durchmesser. Wegen der hohen Dichte erzeugen die eingeschlossenen Eisenmineralkonzentrationen an mehreren Stellen eine Abweichung der Kompassnadel.
An diesem Stein treffen sich heute nicht nur Touristen, sondern auch Pilgerer der verschiedensten Glaubensrichtungen. Rund um die ovale, glatt geschliffene Steinkugel sitzen öfters Besucher und meditieren. Angeblich ströme dabei Mana, die geheimnisvolle Kraft, die im Innern der Dinge wirkt auf den Gläubigen über. Vier kleinere runde Steine daneben dienen als Sitzgelegenheit.
Der Weltmittelpunkt befindet sich exakt bei S 27º05’07,2’’//W109º18’06,9’’.
1993 fanden Archäologen bei den Ausgrabungsarbeiten am Ahu Tongariki eine weitere Steinkugel. Etwas kleiner als Te Pito, aber ebenso glatt poliert, ist sie mit einem eingravierten Fregattvogel verziert. Eingebettet in den Steinreihen des restaurierten Monumentes findet sie jedoch keine Beachtung.

Größter, jemals aufgerichteter Moais "Te Pito Kura", er soll bis zum Jahr 1838 aufrecht gestanden haben.

 

Es wird vermutet, dass es genau diese Statue ist, die von der französischen Expedition unter Leitung von La Perouse gezeichnet wurde (siehe  diesen bei Geschichte der Insel).