Einsame Wanderer entdecken ferne Statue - Westküste

Eine Wanderung entlang der Westküste der Osterinsel ist ein besonderes und einmaliges Erlebnis. Allerdings sollte man dafür etwas ausdauernd sein und genügend zu trinken mitnehmen. Die Wanderung beginnt in einem kleinen Wäldchen hinter dem Ahu Te Peu und führt über etwa fünf Stunden bis zur Bucht von Anakena. Teilweise läuft man entlang der Steilküste in einer gewaltigen Landschaft. Rechts geht der Blick hinauf zum Maungo Terevake und in der Nähe des Ufers kommt man an einigen, teilweise sehr zerfallenen Ahu Plattformen vorbei. Zwei davon heißen Maitaki te moa und Vai mata. In einer kleinen Bucht ist das Gestein so ausgewaschen, dass es Blowholes gibt, aus denen mit dem Ansturm der Wellen kein Wasser sondern Luft entweicht. Es klingt so, als atme hier die Insel. In der Nähe des nördlichsten Punktes befindet sich eine Ahuplattform, die einer Rampe ähnelt. Für Erich von Däniken war das eine Abschussrampe der Außerirdischen, die er einst von einem Insulaner fotografieren ließ, weil ihm der Weg zu weit war.

 

Erlebnisbericht und Bilder

Entschlossen zogen wir los, doch der Weg schien unendlich.

Ein Blick zurück, das Dorf blieb weit hinter uns, während wir auf einem Pfad entlang liefen, der teilweise sehr dicht an der Steilküste entlang führte.

Wir entdeckten zwei Ahuplattformen, die teilweise in sich zusammengestürzt waren, aber zeigten, dass es einst auch hier Siedlungen gegeben haben muss. In einer Plattform ist eine kleinere Statue eingebaut, nur der Rücken ist zu sehen (linkes Bild).

Das ist wohl das einsamste Rind zwischen Himmel, Meer und Erde.

Das Pferd fand hier seine letzte Ruhestätte. Von ihm blieben nur noch Haut und Knochen übrig.

Ehrlicherweise muss hier eingestanden werden, dass wir den Weg nicht bis zur Däniken-Rampe geschafft haben und hier wieder umdrehten. Zukünftige Wanderer sollten sich mit einem Taxi in der Bucht von Anakena abholen lassen und nicht wieder zurück laufen. Im übrigen schien der Rückweg (wie immer) wesentlich kürzer.

Zurück liefen wir etwas entfernter von der Küste, wo so etwas wie ein Radweg, allerdings auch aller paar Meter mit Steinen unterbrochen, existiert. Da lag plötzlich mitten im Weg eine Statue, schätzungsweise reichlich sechs Meter lang. Sie hat ihren Aufstellungsort wohl nicht erreicht. Sofort fielen uns die Entfernungen ein. Der Rano Raraku befindet sich ungefähr 15 Kilometer Luftlinie von dieser Statue entfernt und dazwischen liegt der rund 500 Meter hohe Vulkan Terevaka. Die Statue liegt auf der gedachten Luftlinie zum Krater Rano Raraku. Sicher war der Moais für eine der Plattformen bestimmt, die wir auf dem Hinweg gefunden hatten.

 

Hier endete unser Ausflug an der beeindruckenden Westküste. In dem kleinen Wäldchen stand das Auto und vorher zeigte uns Josef Schmid  noch mehrere Steinzeichnungen, im Bild eine Schildkröte.

 

hier gibt es einen weiteren Reisebericht.

Dafür bedanken wir uns bei Clemens Seyffert (Norwegen)