Te  Pito O Te Henua

Der Nabel der Welt

Hier, an der Nordküste, kann man sich Te Pito o Te Henua – den „Nabel der Welt“ anschauen. 

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Vielleicht ist es interessant, wo denn der Nabel der Welt, also der Mittelpunjkt der Erdoberfläche  eigentlich liegt? Genau hier, an der Nordküste in der Bucht Hanga o Honu der Osterinsel.

Foto: Moritz Hertel

Logischerweise wird auf der Osterinsel viel für Touristen arrangiert, diese bringen das erforderliche Geld auf die Insel. Damit geht es der Insel genauso wie allen Touristenorten, beispielweise auch denen rings um das Mittelmeer. Den Besuchern muss man möglichst viele Sensationen bieten, also warum auch nicht den Nabel der Welt.

Gemeint ist natürlich der „Nabel der Erde“, denn die Welt umfasst den kompletten Kosmos.

 

Um den großen ovalen Stein sind vier kleinere angeordnet. Man kann sich auf einen setzen und sich zum „Nabel“ bücken. Das bringt natürlich Glück. Eine kleine Steinmauer, ebenfalls neueren Ursprungs, schützt die Anlage vor den Wogen des Pazifiks.

Liebe Freunde, falls es von Interesse ist: Der Mittelpunkt der Erdoberfläche befindet sich demnach exakt bei S27º05’07,2’’ und W109º18’06,9’’. Das ist natürlich nur eine touristenfreundliche Annahme.

 

Einige Insulaner behaupteten, der Stein wäre vor langer Zeit vom Ahu a Kapu an der Westküste hierhergebracht worden. Nach der mysteriösen Legende soll aber der erste Inselkönig Hotu Matua den Stein zur Osterinsel mitgebracht haben. Aber das stimmt nicht, denn Geologen haben den Stein untersucht und sehen ihn als Produkt vulkanischer Aktivitäten auf der Osterinsel an. Er wurde also nicht importiert. 

Der Stein wiegt annähernd eine Tonne und misst zwischen 80 und 100 Zentimeter im Durchmesser. Wegen der hohen Dichte erzeugen die eingeschlossenen Eisenmineralkonzentrationen an mehreren Stellen eine Abweichung der Kompassnadel. Auch das ist kein Zauber oder Rätsel.

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Der umgestürzte Moai Paro ist die größte jemals auf der Insel transportierte Statue. Sie ist 9,80 Meter hoch und wiegt schätzungsweise 82 Tonnen. Der Moai stand auf dem Ahu Te Pito Kura und soll vermutlich als einer der letzten erst im Jahr 1838 umgestürzt worden sein. Rechts vor dem Kopf liegt der dazugehörige Pukao. Er wiegt noch einmal 12 Tonnen. Foto: Moritz Hertel